
Anfang 2006 eröffnete die Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens in der Gerbergasse 6 in Villach erstmals die Drogenambulanz „Roots“. „Im ersten Jahr wurden 162 Patientinnen und Patienten betreut“, weiß Gerald Kattnig, Leiter der Drogenambulanz.
Aber schon in den ersten Jahren stieg der Anteil der zu behandelnden Personen kontinuierlich an, weshalb im Herbst 2011 eine Übersiedelung in die Villacher Jakob-Ghon-Allee 4 notwendig wurde. Mit den Jahren wurde aber auch dieser Standort den steigenden Anforderungen nicht mehr gerecht „2019 konnten zusätzliche Räume in unmittelbarer Nähe für den therapeutischen Bereich angemietet werden. Im Zuge des jüngsten Umbaus entstand schließlich eine entsprechend große Einrichtung, die optimal an die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten angepasst wurde“, so Kattnig. So bietet die Drogenambulanz nun Platz für 700 Behandlungsplätze - rund 400 Personen in Substitutionsbehandlung sowie 300 Auflageklient:innen - also Personen, die aufgrund einer behördlichen oder gerichtlichen Anordnung Beratung oder Behandlung in Anspruch nehmen müssen.
Gesundheitslandesrätin Beate Prettner betont die Bedeutung des Angebots: „Die AVS-Drogenambulanz Roots ist seit zwei Jahrzehnten ein unverzichtbarer Bestandteil der Kärntner Suchthilfe. Der Ausbau ist ein klares Bekenntnis des Landes zu einer modernen, niederschwelligen und menschlichen Versorgung für Betroffene.“
Die AVS-Drogenambulanz „Roots“ bietet zusätzlich einen Spritzentausch zur Vermeidung von Infektionen sowie die Verschreibung von Naloxon-Nasenspray, das im Notfall – bei drohender Opioid-Intoxikation Leben retten kann. „Durch den personellen und räumlichen Ausbau konnten auch die medizinischen Leistungen erweitert werden. So sind nun beispielsweise regelmäßige Blutbild- und EKG-Kontrollen möglich, die einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung leisten“, so Kattnig.

Am Foto von links: Gerald Kattnig, Leiter der Drogenambulanz Villach, Eva Maria Adlmann,
Suchtkoordinatorin des Landes Kärnten, AVS-Vorsitzende und Villachs Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser,
Landesrätin Beate Prettner und AVS-Geschäftsführer Klaus Harter